gemeinsam schultern
Ein (Näh-)Projekt für Frauen mit häuslicher Gewalterfahrung


Willkommen 

Häusliche und sexualisierte Gewalt gehören zu den Lebenserfahrungen vieler Frauen. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist jede 3. Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder psychischer Gewalt betroffen, etwa jede 4. wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Die Betroffenen sind in allen sozialen Schichten aufzufinden (Bundesministerium für Familie, 2020).

Aktuell nehmen die Zahlen von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu, da pandemiebedingte Einschnitte in den persönlichen und gesellschaftlichen Alltag, finanzielle Unsicherheiten und beschränkte Kontaktmöglichkeiten zu erhöhten Konflikt - und Aggressionspotentialen führen. Die bisher realisierbaren Hilfsangebote reichen für die Vielzahl der Betroffenen einerseits nicht aus. Andererseits nehmen im Vergleich zur steigenden Anzahl der Betroffenen nur wenige Hilfsangebote in Anspruch (Prof. Dr. Janina Steinert, 2020). Es mangelt oft an Wissen von regionalen Kontakt- / Hilfs- / Beratungsangeboten sowie um den Mut diese aktiv zu kontaktieren.

Die wenigsten Betroffenen von häuslicher Gewalt wenden sich an vertraute Personen oder nehmen professionelle Hilfsangebote in Anspruch.

 An dieser Stelle möchten wir mit unserem Projekt „gemeinsam schultern“ einen Anknüpfungspunkt für Zivilcourage, Solidarität und Vernetzung von Akteur_innen schaffen, sowie zur Prävention von häuslicher Gewalt beitragen. Der Kurs hat einen Stressbewältigungs-, Entspannungs- und Achtsamkeitsansatz. Wir möchten betroffenen Frauen die Möglichkeit bieten, sich in einem geschützten Raum handarbeiterisch zu betätigen, der Arbeit gegenüber und auch gegenüber sich selbst achtsam zu begegnen, in einem geschützten Raum in offenen Austausch zu gehen und auch belastenden Themen Raum zu geben.

Dies wird unter textil gestalterischer Fachanleitung und mit professioneller psychologischer Begleitung umgesetzt. Die Teilnehmerinnen sind vor Herausforderungen im Umgang mit den Textilien gestellt und können im Zuge der Lösungsfindung- und Umsetzung positive selbst wirksame Erfahrungen direkt erleben.

Das heißt: im doppelten Wortsinn zu erfahren, gestaltend auf die eigenen Lebensumstände einwirken zu können, Lasten nicht allein tragen zu müssen, sondern gemeinsam schultern zu können.


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